Heilpraktiker.info

Diagnose- und Therapieverfahren finden

Die 100 meistgefragten Diagnose- und Therapieangebote mit Bildern und ausführlicher Beschreibung

Eigenbluttherapie



Die Eigenbluttherapie gehört zu den klassischen alternativmedizinischen (alternativ zur Schulmedizin) Verfahren. Sie gehört zu den „unspezifische Reiztherapien“, wobei das körpereigene Blut als Fremdkörperreiz dient, um die Abwehrkräfte des Körpers und die Selbstheilungskräfte zu stärken.

Das injizierte Eigenblut trägt Informationen, die dem Immunsystem an einem „unerwarteten“ Ort präsentiert werden und Immunreaktionen auslösen, die das gesamte Abwehrsystem anregen. Die gesteigerte Abwehr entfaltet ihre Wirkung dann im gesamten Körper und kann zur Abheilung eines chronischen Prozesses führen.
Die Eigenblutbehandlung soll eine Stärkung der Abwehrkräfte des Körpers bewirken. Als Reiztherapie folgt sie dem Grundsatz: schwache Reize regen die Selbstheilungsvorgänge im Körper an.
Der Therapeut entnimmt für die Eigenbluttherapie dem Patienten Blut aus der Vene und injiziert es ihm wieder, entweder in die Haut (intracutan), unter die Haut (subcutan) oder in den Muskel (intramuskulär). Vor der Injektion kann das Blut durch verschiedene Methoden aufbereitet werden; es können ihm aber auch bestimmte Medikamente hinzugefügt werden.
Zunächst beginnt man mit geringen Mengen, die dann von Behandlung zu Behandlung gesteigert werden können.
Für die Höhe der Potenz (= Verdünnung) und der Wiederholung der einzelnen Injektionen ist die Reaktion des Patienten von Bedeutung. Der Körper erkennt das Blut an der „falschen Stelle“ und mobilisiert seine Abwehr um den vermeintlichen „blauen Fleck“ zu beseitigen. Die Wirksamkeit der Therapie besteht in der Aktivierung der körpereigenen Abwehr, wodurch sich eine Vielzahl von Erkrankungen behandeln lassen.
Wie bei vielen naturheilkundlichen Therapien können sich die Beschwerden am Anfang der Behandlung zunächst etwas verstärken. Diese so genannte „Erstreaktion“ ist meist harmlos und kann als Zeichen gewertet werden, dass die Behandlung Wirkung zeigt.

Bei diesen Krankheiten kann die Eigenbluttherapie hilfreich sein:
- chronische Entzündungen
- Hauterkrankungen
- Beschwerden des Bewegungsapparates
- bestimmten Formen von Rheuma
- Krankheiten der Luftwege
- Allergien
- Heuschnupfen
- Asthma
- verzögerte Erholung nach Krankheiten
- Viruserkrankungen

Ursprung der Eigenbluttherapie sind Experimente des englischen Arztes William Highmore, 1874, sowie von Novotny im Jahre 1912 in lassen.