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Balneo- und Klimatherapie



Bei der Balneotherapie (von griech. „Balaneion“ = Bad) handelt es sich um eine therapeutische Behandlungsform mit Wasser aus Heilquellen.  Die Klimatherapie nutzt natürliche klimatische Umweltreize besonderer Gegenden (z.B. Küsten, Gebirge) zur schnelleren Gesundung auf natürliche Weise.
Aufgrund der günstigen Wechselwirkung beider Therapieformen werden sie häufig miteinander kombiniert. 
Beide Heilverfahren basieren darauf, dass der Körper einer Serie äußerer Reize (Wasser, Klima) ausgesetzt und der Organismus auf diese Weise gestärkt und trainiert wird. Bei der Balneotherapie wird Wasser aus Heilquellen verwendet für medizinische Bäder, aber auch für innere Anwendungen wie Trinkkuren und Inhalationen.  Im Gegensatz zu normalen Leitungswasser besitzt Wasser aus Heilquellen einen höherem Gehalt von gelösten Stoffen (z.B. Mineralstoffen). Bei den Bädern unterscheidet man Voll-, Sitz- und Teilbäder sowie Dampfbäder mit unterschiedlichen Temperaturen, maximal aber 40 Grad Celsius.  Mithilfe der Bäder können Patienten z. B. Muskeln und Gelenke erheblich entlasten, so dass Bewegungen wieder durchgeführt werden können, die ihm vorher auf dem Trockenen als nahezu unmöglich erschienen.  Weiterhin wirkt warmes Wasser generell positiv auf das Nervensystem und dadurch auch lindernd bei verschiedenen Symptomen. Wohldosierte thermische Reize (= unterschiedliche Wassertemperaturen) werden auch eingesetzt, um Kreislauf und Immunsystem anzuregen. Eine spezielle Form der Balneotherapie ist die Thalasso-Therapie.
Die Klimatherapie umfasst die Heliotherapie (dosierte Sonnenbäder), Klimatische Terrainkur (dosiertes Gehen) sowie die Frischluft-Liegekur. Die Klimate werden nach Lage und Bioklima unterschieden, d.h. See-, Mittelgebirgs-, Hochgebirgsklima.
 
Balneo- und Klimatherapie wird oft als begleitende Behandlung vom Heilpraktiker eingesetzt, um die Gesamttherapie zu ergänzen und zu bestärken.   Folgende Wirkungen werden angenommen:
•    Meeresküste: saubere Luft wirkt auf die Schleimhäute der Atemwege beruhigend. Reizwirkung auf die Haut (durchblutungsfördernd, stoffwechselanregend), UV-Bestrahlung (Vitamin-D-Produktion).
•    Mittelgebirge: Luftreinheit. Positive Wirkung durch die Landschaft  auf die Psyche(befreiende positive Geisteshaltung), durch mildes, reizarmes Sommerklima
•    Hochgebirge: Niedriger Luftdruck, geringe Luftfeuchtigkeit, Luftreinheit und intensive UV-Strahlung.
Aufgrund der vielfältigen Anwendungsbereiche sollte man ein Gespräch mit einem Heilpraktiker führen.   Beider Therapieformen sind bereits seit der Antike bekannt.
Als Begründer der wissenschaftlichen Balneologie gilt der deutsche Arzt Emil Osann (1787-1842 ). Der  ebenfalls deutsche Arzt Alexander Spengler (1827-1901) war der Pionier der Klimatherapie. Er wanderte aus Deutschland in die Schweiz aus und etablierte dort die sogenannte „Luftkur“ in den Bergen. In dem Klima des Hochgebirges konnte er eine heilsame Wirkungen auf die Gesundheit seiner Patienten beobachten.