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Spagyrik



Die Spagyrik ist ein ganzheitliches Naturheilverfahren, welches auf den Arzt Paracelsus zurückgeht und auf dem Grundprinzip der Alchemie aufbaut. Diese sind: Trennen (griech. = spao) und Vereinen (griech.= ageiro). Dadurch entstehen effiziente und qualitativ hochwertige Heilmittel.

In diesen Heilmittel (die „Spagyrika“) wurden, laut Paracelsus, im Inneren der Pflanze ruhende Kräfte freigesetzt. Durch seine neu gefügte Ordnung kann das nun gewonnene Mittel den Menschen auf seinem Lebensweg begleiten und in Körper-Geist-Seele umfassende Wirk- und Heilkräfte freisetzen und Heilungsprozesse beginnen lassen.
Die unterschiedlichen Verfahrensschritte bei der Herstellung der Spagyrika konzentrieren sich in der alchemistischen Weltanschauung auf die Abtrennung des „Wesentlichen“ von seiner stofflichen Erscheinung. Am Schluss steht die Zusammenführung der Zwischenstufen zur „Quintessenz“, der besondere Heilkräfte zugeschrieben werden.
Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass spagyrische Heilmittel aufgrund ihrer Ganzheitlichkeit am selbstregulierenden System des Organismus ansetzen und so viele akute und chronische Beschwerden positiv beeinflussen können – sowohl auf körperlicher als auch auf seelisch-geistiger Ebene. Durch die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts hilft Spagyrik, Beschwerden zu überwinden und nicht nur zu verdrängen.
Heute werden auch verschiedene Heilsysteme zusammenfassend mit dem Begriff Spagyrik bezeichnet. Das therapeutische Ziel ist immer die positive Beeinflussung der Lebenskraft und damit die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
Spagyrische Essenzen finden bei einer Vielzahl von chronischen und akuten Beschwerden Anwendung. Sie können dabei sowohl als eigenständige Therapie wie auch als Begleittherapie etwa zu einer homöopathischen oder konventionellen schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden.
Spagyrische Heilmittel sind ungiftig, unschädlich und von geringem Alkoholgehalt. Sie werden zu den wirksamsten und verträglichsten pflanzlichen Arzneimitteln gezählt.

Die Arzneimittelherstellung und Therapie nach den weltanschaulichen und praktischen Regeln der Alchemie geht auf Theophrastus von Hohenheim (1493 geboren in der Schweiz -1541 gestorben in Salzburg), genannt Paracelsus, zurück. Von ihm ist der erstmalige Gebrauch des Begriffs Spagyrik überliefert, die er in einer Ermahnung an Ärzte mit der Alchemie (= alter Zweig der Naturphilosophie) gleich setzte: „Darumb so lern alchimiam die sonst spagyria heisst, die lehret das falsch scheiden von dem gerechten.“
Bekannte Spagyriker des 20. Jahrhunderts sind Johann Conrad Glückselig (1864-1934), Alexander von Bernus (1880-1965), Walther Strathmeyer (1899-1969) und Frater Albertus (bürgerlicher Name Albert Riedel, 1911-1984). Heute werden Spagyrika als Fertigarzneimittel von verschiedenen Firmen hergestellt.